Schreien zum Himmel

Kunstinstallationen in sieben Dorfkirchen und einer Krankenhauskapelle

Mit Klage-Gottesdiensten, Politik-Abenden zu den Problemen des ländlichen Raumes und einem Aufschreibesystem, das Unzufriedenheiten, Anliegen und Visionen sammelt.

Ist es schwieriger, auf dem Land zu leben? Hier gibt es Rückzug und Einsamkeit, aber auch Familienverbünde, Kommunikation über den Zaun, Skepsis gegenüber Fremden, wenig Läden, Schenken, Ärzte – und Zorn, Resignation und Träume. Die Kirchen stehen sprichwörtlich und oft auch geographisch mitten im Dorf. Sie sind Herbergen für Sorge, Klage und Dank. Also Räume, in denen auch Verletzungen und strukturelle Ungerechtigkeiten ausgesprochen und so vor Gott gebracht werden können. Alles eben, was zum Himmel schreit. Wir laden acht Künstler ein, sich zu dieser F unktion von Kirche verhalten. Sie schaffen ortsspezifische Arbeiten für den Kirchenraum. Die Kunstaktionen werden von liturgischen Formaten begleitet. Außerdem findet jedes Wochenende in einer der Kirchen eine Akademie-Veranstaltung statt, die Impulse und Diskussionen zu den Themen im ländlichen Raum initiiert. Die Ergebnisse werden durch ein besonderes Aufschreibesystem gesammelt und bei einer Podiumsdiskussion beim Interkulturellen Straßenfest Schmölln mit kommunalen Politikern diskutiert.

Die Veröffentlichung und Diskussion der Ergebnisse findet zum Abschluss des Interkulturellen Straßenfestes Schmölln am 3. Oktober 2019 um 17 Uhr statt.

 

Veranstaltungen Schreien zum Himmel

18.08.2019 - 20.11.2019  – 17:00  Schreien zum Himmel - Eröffnung in Lucka