Bestattungskultur im Wandel

Die sogenannte „Himmelsbestattung“ in Tibet

In Tibet, wo Feuerholz rar ist, wird der Leichnam den Vögeln zum Fraß überlassen. Dafür wurde das Wort „Himmelsbestattung“ gefunden. In Teilen Sumatras ist es üblich, nach einer Generation die Körper Verstorbener zu exhumieren und das Skelett ein zweites Mal zu bestatten. In Mexiko wird anlässlich des „Dia de los muertos“ einmal im Jahr zusammen mit den Verstorbenen getanzt und gefeiert. Diese Bestattungsformen wirken auf uns fremd.

Der „Dia de los muertos“ in Mexiko

Aber auch in Deutschland vervielfältigt sich inzwischen die Bestattungskultur. Die Kremierung von Leichnamen hat eine ganze Bandbreite neuer Bestattungsmöglichkeiten geschaffen: Im Wald, auf dem Feld, in der Luft, im Wasser. Auch eine Aufstellung von Urnen in einem Kolumbarium oder das Pressen der Asche zu einem Diamanten ist möglich. Mit weiteren Methoden unter Einsatz von Chemikalien wird etwa beim Verfahren der Resomation experimentiert.

Im Rahmen unserer Akademie am Vormittag zeigt Ihnen der Bremer Religionswissenschaftler Dr. Thorsten Wettich Bilder dieser Riten. Er erläutert die Hintergründe und beantwortet Fragen. Anschließend möchten wir mit Ihnen über die Folgen dieser Entwicklungen ins Gespräch kommen.


Wann?    08.06.2022 / 10:00 Uhr
Wo?     Lutherhaus Gera - Juliot Curie Strasse 1a . 07548 . Gera
Projekt     Akademie am Vormittag