Rückblick auf unsere AfD-Reihe 2018

Die umstrittenste Reihe des Programmjahres 2018 waren unsere Abende zu den Politikfeldern der AfD. Hier ist das Programm-Faltblatt. Die Presse hat viel berichtet, kritisch – aber auch unterstützend. Philip Greifenstein hat jüngst im theologisch-politischen Internetmagazin „Die Eule“ über unseren letzten AfD ihre politischen Gegner dämonisieren. Stephan Brandner, der Vorsitzende des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages, wird hier als ein böser Dämon und dunkler Gott stilisiert, gegen den wir im ärmlichen Gemeindehaus-Ambiente keine Chance hatten. Das Gegenteil war der Fall. Eine Diskussion auf Augenhöhe, bei der Stephan Brandner weder dominierte noch abstürzte. Ein Stück Demokratie unter erschwerten Bedingungen. „So soll es sein“, sagte Brandner hinterher. Und da konnte ich ihm einmal beipflichten. Viel seriöser der Evangeliumsrundfunk, der zu Beginn und zum Abschluss der Reihe einen ausführlichen Bericht brachte. Danke an Regina König-Wittrin! Überhaupt war der Hörfunk sehr präsent Johanna Hemkentokrax berichtete für MDR Kultur:

Und Andrea Terstappen machte einen Beitrag für Antenne Türingen über unseren Abend zum Thema Religion:

Vorher hatte sie einen Ausblick auf die Reihe bei der Thüringer Landeswelle untergebracht:

.Die Kirchenzeitung Glaube + Heimat begleitete uns sehr wohlwollend. Danke an Harald Krille! für seinen Bericht und den Kommentar auf der Titelseite, der manches ins Rollen brachte. Auch die Mitarbeiterzeitschrift unserer Kirche EKM intern führte nun ein Interview mit mir. Danke an Susanne Sobko! Und auch die Broschüre zum Umgang mit Rechtspopulismus brachte auf den Seiten 32-35 ein Streitgespräch zwischen OKR Christhard Wagner und mir. Vielen Dank für diese Initiative an Jürgen Reifarth! Unsere Lokalzeitung OTZ berichtete groß zur Gründung der Akademie, brachte dann einen etwas spöttischen Bericht über unsere Startschwierigkeiten und verlor dann jedes Interesse. Überregional gab es zwei Berichte in Internet-Zeitungen: Philipp Greifenstein – wie erwähnt – eher kritisch im theologisch-politischen Magazin Eule. Johannes Wollbold – einen Gedanken des letzten Abends weiterführend – im Rubikon. Immerhin erwähnt wird unser Projekt in einem Artikel von Per Leo für die Wochenzeitung Die ZEIT.  Ein Jahr nach der ersten Veranstaltung machte der Agenturjournalist Dirk Löhr (epd-Ost) ein Interview mit mir mit einem Rückblick auf die Reihe. Hier steht die Meldung. Sie wurde auf evangelisch.de nachgedruckt. Das Interview erschien in Glaube und Heimat. Auch eine Akademie-Tagung beschäftigte sich mit dem Thema der angefochetenen Demokratie: „Demokratie fragil“ in der Ev. Akademie Thüringen. Im Neudietendorfer Zinzendorfhaus diskuierte ich mit dem Jenenser Jugendpfarrer Lothar König. Hier finden Sie das Programm.

An sieben Abenden gaben uns im Jahre 2018 sieben Experten Impulse für das jeweils folgende Streitgespräch. Einen bemerkenswerten Text verfasste dazu der Berliner Schriftsteller und Historiker Dr. Per Leo, der Mitautor des Spiegel-Bestsellers „Mit Rechten reden“. Hier finden Sie seinen Impulsvortrag zum Thema Schuldkuld oder Erinnerungskultur? An dieser – leider etwas versteckten – Stelle möchte ich jetzt noch einigen Menschen danken, ohne die diese Reihe nicht funktioniert hätte: Heinz Mikosch, von dem die Idee war und der mit seiner entschiedenen Unterstützung der Reihe nie ins Wanken geriet. Thomas Seidel, der Genosse aus alten Akademie-Tagen, der mir besonders zu Beginn der Reihe wertvolle Kontakte verschaffte. Mike Huster, der in Kreisen der LINKEN für unser Konzept warb und mir den Zugang zu wichtigen Referenten vermittelte. Gereon-Gunter Lamers, der das gleiche für die CDU tat. Die Politiker der AfD waren wesentlich leichter zu gewinnen. Dabei halfen mir schnell und verlässlich Stephan Brandner und Corinna Herold. Danke! Außerdem vielen Dank an die sogenannte Wohnzimmerrunde, die aus jungen PolitikerInnen aller Parteien und Kirchenleuten bestand und in der die wichtigsten konzeptionellen Entscheidnungen getroffen und diskutiert wurden. Sie geht auf einen Workshop des Stadtjugendrings zurück, dem ich auch ganz herzlich danke, wie auch – last but not least – der Aktion Demokratie leben!, die uns mutig und großzügig förderte.