Spazierengehen und Verlorengehen

Beteiligung der Jenaer Friedensgemeinschaft mit eigenen Plakaten an der offiziellen Kundgebung auf dem Platz der Kosmonauten in Jena anlässlich des Pfingsttreffens der FDJ „Weg mit dem NATO-Raketenbeschluss!“. Foto von Bernd Albrecht aus dem Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (ThuerAZ-P-HC-F-015.03-1)

Das Spazierengehen ist in Gera erfunden worden. Jedenfalls die Form von unangemeldeten Demonstrationen, die es seit der Corona-Pandemie in den Ostthüringer Städten gibt. Wenn man historisch nachdenkt, fallen einem allerdings Vorgänger ein, oft Aktionsformen aus der Bürgerbewegung der DDR. So ging die Jenaer Ausreisegruppe Weißer Kreis im November 1982 in der Innenstadt „spazieren“.

Sind wir wieder so weit? Sind wir wieder in einer Umbruchzeit angekommen? Brauchen wir wieder geöffnete Kirchen und Runde Tische? Oder geht es eher um die bessere Nutzung demokratischer Strukturen? Und was ist mit denen, die sich angesichts der multiplen Krisen der Gegenwart radikalisieren und denen nachgesagt wird, aus ihnen werde eine Klima-RAF hervorgehen? Mit vier Veranstaltungen zur Geschichte und Gegenwart des Zivilen Ungehorsams reagieren wir auf diese politische Großwetterlage:

  • In der Johanniskirche reden wir über die Ähnlichkeiten und Unterschiede der Bürgerbewegung DDR mit den Montagsdemonstrationen und Spaziergängen heute.
  • In der Orangerie reden wir über radikale Protestformen angesichts des Klimawandels.
  • Im Rathaus überlegen wir, wie Konflikte bei der sozial-ökologischen Transformation moderiert werden können.
  • In St. Marien, der Kirche am Mohrenplatz, reden wir über das Thema: Wie sollen unsere Straßen und Plätze heißen?

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