Liturgisch-kulinarischer Nachmittag – Die Jesiden

Die Jesiden leben eine uralte Religion. Sie gehen auf Zarathustra zurück, sagen manche, andere behaupten, sie seien mit den Parsen verwandt. Sie haben Elemente aus dem Christentum und dem Islam aufgenommen, und sie haben keine Heilige Schrift, auf die sie sich berufen. Sie heiraten nur untereinander und bilden so überall eine eigene Gemeinschaft.

Diese Besonderheiten ihrer Religion haben Ihnen große Schwierigkeiten eingebracht. Sie waren die ersten, die angefeindet und vertrieben wurden, als in der Region Krieg ausbrach, so im Nordirak, wo die meisten Jesiden leben. Heute gibt es über 200.000 Angehörige dieser Religion in Deutschland. Das ist die größte Exilgemeinschaft in der Welt.

Die Jesiden öffnen sich für uns, sie zeigen uns ihre Gebete und beschreiben ihren Glauben. Wir erleben zu Beginn das rituelle Anzünden einer Öllampe (Chra), das Knüpfen glücksbringender Knoten (Greket Paria) und traditionelle Tänze (Dilan/Raqiss), wenn es die pandemische Situation zulässt auch gemeinsam.

Kamal Sido von der Gesellschaft für bedrohte Völker schildert die Bedrohungssituation im Nahen Osten. Am Abend gibt es ein großes Essen mit jesidischen Spezialitäten. Sie sind herzlich willkommen am 11. September 2012, 14 Uhr im Gemeindehaus St. Elisabeth.

 


Wann?    11.09.2021 / 14:00 Uhr
Wo?     Gemeindehaus St. Elisabeth Gera - Kleiststrasse 7 . 07546 . Gera
Projekt     Die Jesiden