
Dr. Sebastian Rimestad (Religionswissenschaftler aus Weimar)
Norwegen ist bekannt für Mitternachtssonne, atemberaubende Natur und exorbitante Preise. Vielleicht verbindet man auch die nordische Mythologie der Wikinger und die Stabkirchen mit der norwegischen Kultur. Ähnlich wie in Deutschland stammt die nordische Mythologie aus der vorchristlichen Zeit, die in Norwegen bis ins zweite Jahrtausend nach Christus reicht. Das offizielle Datum der Christianisierung Norwegens ist 1033. In diesem Jahr verlor König Olav II Haraldsson zwar bei der Schlacht von Stiklestad sein Leben, aber er wurde kurz darauf als christlicher Märtyrer verehrt und verhalf dadurch das Christentum zur Verbreitung in ganz Norwegen.
Bis 2012 war die lutherische Kirche in Norwegen Staatskirche und fast alle Norweger gehörten ihr qua Staatsbürger an. Sebastian Rimestad, selbst in Norwegen aufgewachsen, stellt einige Streiflichter aus der norwegischen Kirchengeschichte und dem Glaubensleben der Norweger vor und beleuchtet Unterschieden und Gemeinsamkeiten in Vergleich zu Deutschland und auch den anderen skandinavischen Ländern. Was bedeutete das Staatskirchentum für die norwegische Gesellschaft und welche Vorteile und Nachteile brachte die Aufhebung desselben mit sich?
Wann? 20.05.2026 / 10:00 Uhr
Wo? Mehrzwecksaal, Joliot Curie Haus - Heinrich-Laber-Straße 4 . 07548 . Gera-Untermhaus
Projekt Akademie am Vormittag