
„Weil die Wunden Vögel werden“ – ukrainische Literatur im Krieg“.
Die Ukraine ist nicht nur ein Kriegsland – sie ist auch ein Land voller Literatur, Kultur und tiefgehender menschlicher Geschichten. Um die andere Seite kennenzulernen, wird Natalka Sniadanko aus dem Briefwechsel mit ihrer Berliner Kollegin Tanja Dückers lesen. Diese berührenden Briefe sind im Rahmen des Projekts „Weiter schreiben“ veröffentlicht worden, und sie sind ein persönlicher und literarischer Ausdruck ihrer Beobachtungen im Zusammenhang des Krieges. Darüber hinaus werden weitere Texte von ukrainischen Autoren und Autorinnen vorgestellt Texte, die in der ukrainisch-polnisch-deutschen Literaturzeitschrift6 RADAR erschienen sind. Moderation und Mitarbeit an der Textauswahl: Wolfram Tschiche (Klinke)
Natalka Sniadanko wurde 1973 in Lviv (Ukraine) geboren. Freie Autorin, Übersetzerin, Publizistin. Studierte in Lviv und Freiburg im Breisgau. Übersetzte u.a. Franz Kafka, Friedrich Dürrenmatt, Günter Grass, Stefan Zweig, Elfride Jelinek, Karl May, Herta Müller, Judith Hermann, und Siegmund Freud) und aus dem Polnischen Zbigniew Herbert, Jarosław Iwaszkiewicz, Czesław Miłosz, Jan Brzechwa, Janusz Wiszniewski, Johanna Bator u.a.), schreibt die Süddeutsche Zeitung, Welt (Deutschland), die Neue Zürcher Zeitung und die New York Times. Seit 2009 ist sie Redakteurin der polnisch-deutsch-ukrainischen Literaturzeitschrift RADAR. Autorin 10 Prosabände, ihre Texte wurden in Polen, Russland, Belarus, Tschechien, Deutschland, Österreich, Schweiz und USA übersetzt und veröffentlicht. Drei Ihrer Romane sind bis jetzt auf Deutsch publiziert: „Sammlung der Leidenschaften“ (2007), „Frau Müller hat nicht die Absicht mehr zu bezahlen“ (2016), „Der Erzherzog, der den Schwarzmarkt regierte, Matrosen liebte und mein Großvater wurde“ (2021). Lebt und promoviert in Leipzig.
Wann? 22.09.2026 / 19:00 Uhr
Wo? Fliesenschön - Weinbergstraße 4 . 07548 . Gera
Projekt Fliesenschön