Für niemanden hat Helmut Schmidt länger auf’s Rauchen verzichtet als für Karl Popper. Die Gespräche mit dem österreichischen Philosophen müssen ihm außerordentlich wichtig gewesen sein. Popper hatte die Jahre 1938 bis 1943 in seinem Exil-Ort Christchurch auf Neuseeland verbracht. Sein Buch „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ war sein Kriegsbeitrag, wie er es nannte. Es enthielt das sogenannte Toleranz-Paradox: „Keine Toleranz den Intoleranten!“ Die offene Gesellschaft, ihre Gefährdungen und was dazu beiträgt, sie zu entwickeln und zu erhalten war ein Leitmotiv der „Gespräche ohne Zigaretten“.

Thomas Stölzel hat in seinem Buch Helmut Schmidt und Karl Popper diese Gespräche und das Verhältnis des Staatsmannes zum Philosophen beschrieben und analysiert. Er ist Autor und Herausgeber, zahlreiche Veröffentlichungen, außerdem langjährige Tätigkeit im Feld der Philosophischen Praxis und der systemischen Therapie und Beratung. In der Lesebühne Fliesenschön liest er aus seinem Buch und diskutiert mit uns über das heikle Thema, ob es für die Feinde der offenen Gesellschaft Kontaktabbrüche und Diskursschranken geben sollte.
Wann? 27.05.2026 / 19:00 Uhr
Wo? Fliesenschön - Weinbergstraße 4 . 07548 . Gera
Projekt Fliesenschön