Fest verschraubte Metallschilder an den Toren der Handwerksbetriebe: Metallbauer gesucht. Oder andere Fachkräfte. Videos auf Instagramm oder TikTok, die auf humorvolle Weise nach Auszubildenden fischen. Unsere überalterten westlichen Gesellschaften haben chronischen Mangel an Nachwuchs und Arbeitskräften.
Gera hat den größten Ausländeranteil der thüringischen Städte. Ist das ein Vorteil? Das Durchschnittsalter der migrantischen Bevölkerung ist niedrig. Aber lässt sich der wirtschaftliche Bedarf durch Geflüchtete und Auswanderer decken? Wir haben Wunschvorstellungen von nützlichen Spurwechseln, aber verstehen wir auch nur ansatzweise, was in den migrantischen Communities passiert und wie sie die Standards unserer Gesellschaft verändern werden? Wird es in Zukunft noch einen Konsens in Sachen Ordnung, Sicherheit und Frauenbild geben?

Wir diskutieren an sieben Abenden offen und ohne Tabus, aber in zivilisierter Form, und mit Gründen, die wir einander vortragen. Wir laden Migrationskritiker ein und solche die Formate entwickeln, die Integration erleichtern. Prinzip der Einladung wird sein, jeweils eine lokale und eine überregionale Akteurin dabei zu haben. In Stehtischinterviews werden zusätzlich Verantwortliche aus dem näheren Umfeld einbezogen.
An unserem erster Abend zum Thema „Integration“ diskutieren Hamed Abdel-Samad und Mirjam Kruppa (Bündnis 90/Die Grünen). Hamed ist Politikwissenschaftler und Publizist, warnt vor Naivität in Sachen islamischer Migration. Die ehemalige Integrationsbeauftragte des Freistaates Thüringen organisiert sie.
Wann? 23.04.2026 / 19:00 Uhr
Wo? Kirche St. Trinitatis - Talstraße . 07545 . Gera
Projekt Gera